Patientenbericht und Erfahrungen

Spinalkanalstenose – Erfahrungsberichte.

Rückenschmerzen, Beinschmerzen. Immer mehr Menschen plagen sich im Alter mit den Folgen einer Spinalkanalstenose herum. Auch Herrn Hintze aus Lübeck ereilte dieses Schicksal. Für rückenschmerzlindern.de berichtet der pensionierte technische Kaufmann, der 2011 seinen 77 Geburtstag feierte, über seine ganz persönliche Krankengeschichte.

"Sport hat in meinem Leben schon immer eine wichtige Rolle gespielt und ist für mich persönlich Ausdruck einer hohen Lebensqualität. Seit meiner Jugend bin ich ein begeisterter Segler und gehe jeden zweiten Tag auf See. Außerdem bin ich auch ein leidenschaftlicher Fahrradfahrer und genieße Fahrradtouren von bis zu 60 km am Tag. Vor zwei Jahren allerdings sah ich meine Aktivität durch zunehmende Beinschmerzen stark eingeschränkt. Zunächst nahm ich an, dass es sich um muskuläre Probleme handelte.

Da nach einiger Zeit jedoch Rückenschmerzen hinzu kamen und auch die Beinschmerzen immer stärker wurden, war die Diagnose schnell klar – Spinalkanalstenose.

Anfangs hatte ich besonders beim Gehen Probleme. Das Fahrradfahren war aber immer noch möglich. Allerdings verschlechterte sich mein Zustand rapide, nicht nur beim Sport, der mir überhaupt nicht mehr möglich war, sondern auch im Alltag. So konnte ich mit der Zeit kaum liegen, sitzen, gehen, Treppen steigen. Alles verursachte mir höllische Schmerzen.

Die konservative Behandlung mit Schmerzmitteln zeigte leider nur sehr kurzfristig Wirkung. Bereits nach einigen Wochen musste die Dosis an Schmerztabletten erhöht werden. Bald schon verschafften mir die Tabletten kaum noch Linderung.

Als mich mein Orthopäde vor die Wahl stellte entweder weitere Behandlung mit Spritzen oder eine Operation, fiel mir die Entscheidung leicht. Ich wollte endlich wieder mein gewohntes Leben führen und vor allem von den unerträglichen Schmerzen befreit werden. Nach der Überweisung in eine spezielle Wirbelsäulenklinik ging dann alles sehr schnell. Mein Spinalkanal war bereits so sehr eingeengt, dass ich sehr zügig operiert wurde.

In einem mikrochirurgischen Eingriff wurden zunächst die knöchernen und Weichteilstrukturen, welche permanent auf die Nerven drückten, entfernt. Anschließend wurde meine Wirbelsäule mit dem coflex®-Implantat stabilisiert, um zu verhindern, dass eine erneute Stenose auftritt.

Bereits nach zwei Tagen war ich in der Lage, wieder schmerzfrei zu gehen und auch Treppen zu steigen. Zehn Tage nach der Operation konnte ich beschwerdefrei meinen alltäglichen Aktivitäten nachgehen. 6 Wochen nach der OP war ich dann endlich wieder mit meiner geliebten Jolle auf See. Für mich persönlich ist es ein Geschenk, meinen Alltag ohne Probleme bestreiten zu können, und vor allem meine sportliche Aktivität wieder im gleichen Maße wie vor der Spinalkanalstenose durchführen zu können.

Ich würde diese Operation jederzeit wieder durchführen und hätte, bei einer früheren Operation, mir viele Monate der Einschränkung und des Schmerzes erspart."