Die Wirbelsäule

Stabilisierung

Die menschliche Wirbelsäule, auch Rückgrat genannt, dient vor allem der Stabilisierung von Kopf, Oberkörper und somit dem aufrechten Gang. Hauptverantwortlich für diese Funktion einer zentralen Stütze sind die Wirbelkörper, die auf Grund ihrer Bauweise besonders widerstandsfähig und bruchfest gegen von oben nach unten gerichtete Kräfte sind, so zum Beispiel bei Sprüngen, beim Treppensteigen oder beim Gehen. Die zur Wirbelsäule gehörenden Weichgewebe (Muskeln, Bänder, Sehnen) und Gelenke dienen der dynamischen Stabilität bzw. der Begrenzung einwirkender Drehkräfte.

Mechanische Schutzfunktion

Die Lendenwirbelsäule wird von fünf Wirbeln gebildet. Ein Wirbel besteht aus einem Wirbelkörper, dem Wirbelbogen einschließlich der Wirbelgelenke und den Wirbelfortsätzen. Wirbelkörper und Wirbelbögen bilden einen Kanal, in dem sich die Rückenmarksnerven befinden und von äußeren Einwirkungen geschützt werden.

Stoßdämpfung und Beweglichkeit

Um Stoßkräfte sanft abzufedern, sind zwischen den Wirbelkörpern „Stoßdämpfer”, die Bandscheiben, eingefügt. Gemeinsam mit den Wirbelgelenken ermöglichen sie Dreh-, Streck- und Beugebewegungen des Rumpfes. Die Bandscheibe besteht aus einem äußeren Faserring und einem zentralen Gallertkern. 

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